wo nichts ist kann noch was werden: leerstand mit inhalt füllen!
eine million quadratmeter überflüssige investitionsfläche in citylage
fristen ihr dasein als abgeschriebene steuerverlustvorträge, während
nebenan die mieten steigen, die clubs schließen, die leute keine wohnung
finden, in die vermeintlich preiswerten aussenzonen ausziehen müssen und
einige gar draußen frieren. doch immer noch fließen enorme summen auch
öffentlicher gelder in die errichtung und infrastruktur seelenloser,
aber damit immerhin artgerechter, gebäude für die langweilige hamburger
segel- und golfklasse, während anderswo rote stifte dicke striche ziehen
durch alles was nach kultur klingt.
das hedonistische kommando “bürofassaden zu klangkulissen” freut sich
auf das spektakel von hundertschaften, die leere räume vor der gefahr
sinnvoller nutzungen beschützen. festungen des nichts. schöner lässt
sich das vakuum der politischen phantasie kaum symbolisieren. das ist
visionäre stadtentwicklung, und tja, das kommt halt raus, wenn dinge und
immobilien nicht nach bedarf und nutzen, sondern auf finanzmärkten
verteilt werden. achja, finanzmärkte - wie war das, mit diesen real
estate.. und wer zahlt das noch?
als innovative raum - nutzungskonzepte schlägt die der
zukunft zugewandte hedonistische internationale vor:
recht auf stadt! bezahlbarer wohnraum! soziale zentren!
kitaplätze! proberäume! ikea-altona und kreuzfahrsterminals unter die erde!
theaterbühnen! loft-wgs! kinderstuben! musikstudios!
afterhourorte! kleinkunst! groß-raves! opiumhöhlen!
hängende gärten! vergnügungsparks! alleinstehende immobilien befeiern,
wer übrig bleibt darf drin bleiben! freie räume zu freiräumen!
!!!WIR RAVEN MIT!!!
